Bitte wieder unten anfangen zu lesen!
Generell muss ich sagen, die Stadt hat mich total verzaubert. Es ist wunderschön dort. Total entspannend und Kunst steht im Vordergrund. Ich werde auf alle Fälle noch mal nach Oaxaca fahren! Immerhin habe ich noch nicht alle Galerien und Museen gesehen und Hierve el Agua ist auch einen weiteren Besuch wert

Vollbepackt gings dann mit dem Bus wieder zurück nach Puebla. Ich hatte auf dem Rückweg schon einiges mehr zu schleppen als bei der Hinreise ;)
Ich habe mir dann am Schluss noch diesen kleinen Kerl zugelegt. Für diese bunt bemalten Holzfiguren ist Oaxaca schließlich berühmt.

Das war eine Galerie, die Photos und Kunstwerke waren echt schön. Ich hab ständig an den Andi denken müssen, von wegen das das wohl interessant wäre für ihn :D
Wir waren dann auch noch in einem Museum, das uns dann doch etwas in Schock versetzt hat. Es war eine Ausstellung á la Körperwelten. Zuerst dachten wir noch, dass sind Nachbildungen, bis uns dann die Leute aufgeklärt haben und uns verdeutlichten, dass alle Körperteile und Leichen echt sind und von der Medizinuni aus Oaxaca stammen. Hauptsächlich wurden uns Missbildungen usw. gezeigt. Ekelhaft. Mir wurde schlecht als ich herausfand, dass das Leichen waren. Ich erspare euch die Fotos!

Da sind wir mal alle drauf.

Für den letzten Tag haben wir uns das Einkaufen auf dem Markt und ein paar Museen aufgespart. Ich habe zB eine Hängematte gekauft, der Aldo hat sich schon im Kopf ausgemalt wie er sie in unserem Garten montieren wird, mal schauen wie lange die Umsetzung dauert :)
Jetzt merkt man schon, dass die Regenzeit bald vorbei ist. Es hat seit mehreren Tagen nicht mehr geregnet und es ist hochsommerlich, ein Traum. Jeden Tag Sonnenschein.

Beim Auschecken hab ich unsere Dachorgie noch anhand einer Zeichnung im Gästebuch verewigt.


Diesen Abend haben wir am Dach unseres Hostels verbracht. Mit viel Bier und ein paar Spielchen...

Und wieder durften wir alle Sorten kosten. Wir haben halt so getan, als würden wir sie noch nicht kennen ;)

Der Brennkessel

Also, die Stöcke der Agave (die Blätter sind nutzlos), werden hier mit Kohle in die Grube geworfen und mit Steinen und Erde bedeckt. Das bleibt für ein paar Tage da drinnen und dann werden sie in eine Holztonne zum gären. Danach werden sie mit Esel und Mühlstein verkleinert und gebrannt...

Mit knurrendem Magen gings dann zu einem riesigen Buffet in einem Restaurant mitten im Nirgendwo. Das war echt lecker. Frei nach dem Motto all you can eat, war mir danach auch dementsprechend schlecht und ich war froh, dass als nächstes die Mezcal-Brennerei anstand.

Unsere energiegeladene Reiseleiterin. Die Estrella war immer wieder einen Lacher wert.

Für einen Teppich mit Muster brauchen die teilweise 3 Monate. Von daher ist er auch relativ teuer.

Alles 100 % natürlich. Die roten bis orangen Farben mit allen möglichen Nuancen kommen von einem Wurm, der die Kakteen befällt. Wenn man den zerdrückt, hat man ganz dunkelrote Hände, je nachdem wie viel Zitronensaft man dann hinzufügt, wird es immer heller bis ganz hellorange...


Danach sind wir in ein kleines Dorf gefahren, wo sie uns in einer kleine Fabrik gezeigt haben, wie sie die Teppiche weben und die wie sie sie einfärben. Das war echt interessant.


Nächster Tag:
Wir haben bei einem Tourismusbüro eine Tagestour gebucht. Erster Stop, einer der größten und ältesten Bäume weltweit. Was der schon alles überlebt hat. Über 2000 Jahre hat der am Buckel und er ist immer noch in Blüte, was bedeutet, er ist noch nicht mal in den "Wechseljahren" ;)

Ach ja, der Mezcal...
Wir sind da in so einen Verkaufsladen reingestolpert eine halbe Stunde später kamen wir betrunken wieder raus. Wir durften dort alle Geschmacksrichtungen probieren. Zur Erklärung, Mezcal ist so ähnlich wie Tequila, also auch aus Agave gebrannt, das Verfahren ist aber anders, das erzähl ich weiter oben...
Auf alle Fälle bin ich nach langem hin und her überlegen zu dem Entschluss gekommen, die Variante Likör mit Pina Colada Geschmack ist mein Liebling. Probiert - Verliebt - Gekauft

... andere (Hans) spielen mit Kindern und einer zerdrückten Dose Fußball!

Ich fand das Licht der Straßenlaternen besonders schön. Das war so weich und romantisch, da muss man ja auf der Straße tanzen...

Beim Abendessen hat mir dann ein Verkäufer diese Maske angedreht. Das war so ein Fall von: eigentlich will man sie gar nicht also sagt man einen unmögliche billigen Preis und plötzlich ist er einverstanden damit und du denkst dir ach was sollst. Naja, sie bringt halt etwas Farbe an meine weißen Wände im Schlafzimmer :)

Damit uns auch nicht langweilig wird, habe ich mal zwischendurch mit der Helena Twister gespielt. Also rechtes Bein auf Stein und ach ja, linkes Bein auf anderen Stein...

Gruppenfoto ohne Eva, die war nicht mit, weil sie es schon gesehen hatte.

Das sind so ein paar Schätze, die man bei den Ausgrabungen gefunden hat.

Gewappnet für eine Besichtigung in der Mittagshitze...

Beeindruckend oder!

Nachdem es ziemlich heiß war, haben sich Dominik und ich noch einen Hut zugelegt. Das Tuch zum Schutz meiner Schultern hatte ich bereits am Vormittag am Markt erstanden.

Am Nachmittag gings dann mit dem Bus zu Monte Albán, eine archäologische Stätte erbaut von den Zapoteken. Gehört selbstverständlich zum Unesco-Weltkulturerbe.
Hier mal die Aussicht von 2000 m hoch liegenden Monte Albán.

Wenn man so durch die Straßen schlendert, findet man immer wieder eine schöne Überraschung hinter der einen oder anderen offen Tür.

Nachdem der Hans seien Ausweis vergessen hatte, und auch nicht zahlen wollte, hielt er eine kleine Siesta von zwei Stunden (in der Mittagshitze! mit seinem gerade erstandenen Poncho). Ich hab ihn ganz sanft geweckt :D

Vom ersten Stock hatte man einen super Ausblick auf den botanischen Garten, für den wir sonst extra zahlen hätten müssen. So haben wir ihn von oben betrachtet. Hauptsächlich einen enorme Vielfalt an Kakteen.

Im Museum.

Das war der Innenhof vom Museum. Dieser Baustil fasziniert mich immer wieder. Das hatte hier schon fast die Ausmaße vom Schloss Aisterheim.

Das war sooo süß. Das Kind musste sich den Kinderwagen mit dem Hundebaby teilen. Wir würden das ja unhygienisch finden, wenn ein Hunde permanent über das Gesicht vom Baby schleckt, aber hier werden die Kinder halt von Anfang abgehärtet, damit ihnen später kein Street-Taco mehr was anhaben kann.

Das ist die Kirche Santa Domingo, an welche auch das Museum der oaxacanischen Kultur und Geschichte. Das Gebäude ist echt beeindruckend. Zum Glück können wir mit unserem Studentenausweis überall gratis in jedes Museum bzw. zu den archäologischen Stätten.

Der Hans gibt einen super Mexikaner ab, oder nicht?!

Im ersten Geschäft, dass uns der Reiseführer empfohlen hat, wurden wir gleich mal von Farben und Vielfalt erschlagen. Man muss hier schon ganz genau hinschauen, wenn man tatsächlich etwas finden will. Aber ihr kennt mich ja, ich bin Shoppingerfahren ;)

Die Mexikaner kennen das nicht, zumindest sahen sie uns ziemlich schräg an, als wir auf einmal Münzen in ihren Brunnen warfen :)
Danach haben wir den Zócalo erkundet. Oaxaca hat schon eine ganz besondere Ausstrahlung. Wir waren zu relativ früher Stunde unterwegs, als noch alles ruhig war. Das Wetter war das ganze WE über traumhaft schön, zu Mittag sogar immer zu heiß.
Nachdem wir um 2 Uhr nachts ankamen, haben wir dann nach ein paar Stunden schlaf erst mal kräftig gefrühstückt.